STL Ldenscheid

Unterirdische Altglas-Entsorgung – Pilotprojekt des STL am Bierbaum und am Piepersloh

Der STL schafft die klassischen Wertstoff-Sammelstellen in den Stadtteilen Bierbaum und Piepersloh ab. Das neue Entsorgungssystem soll das Stadtbild aufwerten und gleichzeitig für weniger Vermüllung sorgen, die an den Containern-Standorten immer wieder zu beobachten ist.

Der Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetrieb Lüdenscheid (STL) geht bei der Entsorgung von Altglas neue Wege: In den Stadtteilen Bierbaum und Piepersloh werden die bisherigen Sammelbehälter in den kommenden Tagen durch unterirdische Container ersetzt. Außerdem verschwinden hier auch alle öffentlichen Altpapier-Behälter sowie die Container für gebrauchte Kleidung und Schuhe aus dem Straßenbild. Davon verspricht sich der STL mehr Sauberkeit und eine optische Aufwertung der Stadtteile.

Los geht?s am Piepersloh: Bis spätestens Donnerstagabend, 27. August, sollen sämtliche Sammelbehälter abholt werden, die sich derzeit noch an der Wertstoffsammelstelle an der Straße „In den Buchen“ befinden. Tags darauf beginnen hier die Tiefbauarbeiten für die neuen Glascontainer. Die heißen Unterflurbehälter, haben ein Fassungsvermögen von drei Kubikmetern und befinden sich unter der Erde. Lkw mit einer Krananlage heben die unterirdischen Container zur Entleerung aus dem Boden. Dabei hebt sich automatisch auch die Plattform, auf der die Behälter stehen, sodass sich die Grube aus Sicherheitsgründen automatisch schließt.

Bürger entsorgen das Altglas über sogenannte Einwurfsäulen in Edelstahloptik, die maximal eine Höhe von einem Meter haben – und damit auch für Kinder und Rollstuhlfahrer problemlos zu erreichen sind. Damit sind bei der Altglas-Entsorgung statt der Metallcontainer nur noch die Säulen zu sehen.

Neues System bietet mehrere Vorteile

Neben der attraktiveren Optik über der Erde bieten die Unterflurbehälter laut STL drei weitere Vorteile: Weil die Container unterirdisch verstaut werden, erzeuge der Einwurf von Altglas deutlich weniger Lärm. Und weil es sich um ein geschlossenes System handle, werde nicht nur eine „unangenehme Geruchsbildung“ vermieden, sondern auch der Befall von Sammelstellen durch Schädlinge.

Oft kein schöner Anblick: Die oberirdischen Altglas-Container aus Metall sind häufig beschmiert und zerschrammt - und ziehen vor allem im Sommer Insekten an. Foto: Sven Prillwitz
Sobald die Tiefbauarbeiten am Piepersloh abgeschlossen sind, geht es direkt am Bierbaum weiter. Hier werden an der Kösliner Straße sowie am Bolzplatz an der Kirchstraße ebenfalls Gruben für Unterflurbehälter ausgehoben. Die zweite Wertstoffsammelstelle an der Kirchstraße, in Höhe der Kirche, verschwindet ebenfalls – allerdings ersatzlos. Die hier verlaufenden Leitungen machen den Einsatz von Unterflurbehältern laut STL unmöglich.

Die Tiefbauarbeiten an den drei Standorten sollen binnen weniger Tage erledigt sein. Die Kosten belaufen sich auf insgesamt 75.000 Euro, die der STL übernimmt. Für Gebührenzahler ist die Umstellung auf das unterirdische System kostenlos.

Papiertonnen für jeden Haushalt statt öffentlicher Sammelbehälter für Altpapier

Das gilt auch für die Papiertonnen, mit denen sämtliche Haushalte am Piepersloh und am Bierbaum inzwischen ausgestattet worden sind. Diese Tonnen ersetzen die großen Altpapier-Behälter an den wegfallenden Wertstoffsammelstellen. Auch von diesem Schritt verspricht sich der STL mehrere Vorteile, unter anderem eine platzsparende Entsorgung von Papiermüll.

Die insgesamt fünf Sammelbehälter für gebrauchte Kleidung und Schuhe, die in beiden Stadtteilen stehen, sollen an einem neuen Standort untergebracht werden. Wo genau das sein wird, ist derzeit noch unklar. Fest steht hingegen für den STL, dass das Pilotprojekt zur neuen Entsorgung von Altpapier und Altglas auch an weiteren Standorten im Stadtgebiet grundsätzlich vorstellbar ist.

Lüdenscheid, 27. August 2020